Das Agamu

Das Agamu ist ein noch weithin unbekanntes Großstadttier. Es ist schlau wie ein Fuchs, klettert wie ein Waschbär und rast wie ein Windhund. Es hat keinerlei Respekt vor Menschen und anderen Tieren – nur Autos können eine Gefahr für das Agamu darstellen. Das Agamu hat keine natürlichen Feinde – oder doch? Der Mensch der Großstadt ist sein Opfer und sein Feind.

Das Agamu holt sich was es braucht. Es springt auf drei Meter hohe Balkons, dringt in Küchen ein, öffnet den Kühlschrank und schon ist der Aufschnitt fürs Wochenende dahin. Der Obstkorb auf dem Wohnzimmertisch ist in sekundenschnelle vernichtet. Ertappt der Bewohner das Agamu bei seinen Machenschaften, flieht es oder es zeigt die Zähne. Es wurde schon von wilden Verfolgungsjagden durch Wohnungen berichtet, die allerdings immer mit einer erfolgreichen Flucht des Agamu endeten. Nur der Stadtjäger kann dem Agamu gefährlich werden. Allerdings ist es bisher noch nie zu einem Schuß auf das Tiergekommen. Bevor der Jäger abdrücken kann, ist ihm das Agamu durch die Beine geschlüpft.

Bisher hat kaum jemand das Agamu zu Gesicht bekommen – nur die Folgen sind gelegentlich sichtbar. Das wird sich in den nächsten Jahren ändern, denn das Tier vermehrt sich schnell und wird bald auch auf Ihrer Mülltonne sitzen und auf Ihre Einkaufstasche im noch offenen Auto warten.

Derzeit sammeln wir alle verfügbaren Informationen über dieses Phänomen. Sollten Sie verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder sogar Opfer eines Futterraubs geworden sein, bitte wir um eine Meldung per E-mail an meldung@agamu.de. Ihre Identität wird streng vertraulich behandelt. Die anonymisierten Daten gehen in unsere Agamu-Monitoring Datenbank ein, die in Zukunft den Wissenschaftlern als Forschungsgrundlage dienen wird.

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit an diesem Zukunftsthema.